Das englische SIDEBOARD. Anrichte mit Schubladen oder Türen und Fächern für Tischwäsche, Tafelsilber u. ä. Früher verstand man darunter ein Tischchen, das im Eßzimmer an der Wand stand und zum Abstellen von Speisen etc. zur Entlastung des Eßtisches
diente. Um 1770 entdeckte man, daß es praktischer werden würde, wenn das Side- board noch mit Schubladen ausgestattet war. Während des ganzen 19. Jh. entwarfen und bauten (bzw. ließen bauen) die bekanntesten großen engl. Designer wie SHERATON, HEPPLE- WHITE und ADAM Sideboards, jetztgeraden Beinen. Originalstücke sind bis zu 100 cm tief und damit für die heutigen Verhältnisse unbequem. Aus diesem Grund sind fast alle heute im Handel befindlichen Sideboards umgearbeitet, was kein Nachteil sein
muß. SIDE TABLE. Wand- oder Seitentischchen; wohl eins der am meisten gesammelten antiken engl. Möbel. Ursprünglich ein Serviertisch, im 17. Jh. recht schwer und aus Eiche, die Beine mit Stretchern verbunden; im 18. Jh. oft kombiniert mit Unterschränken (pedestals). |